„Workation“ ein erster Selbsttest!

Anja Grohmann - Workation in Budapest

Das war immer eines meiner größten Ziele & Wünsche in der Selbstständigkeit: 

Reisen und nebenher mit Laptop und Tablet arbeiten. Und somit nicht auf schöne Städte, Strände & fremde Kulturen verzichten zu müssen. Zumindest in der Theorie klang das für mich immer fast zu schön um wahr zu sein.

Bevor das große C passierte, hatte ich mir nach meiner Gründung eigentlich vorgenommen, zwei bis drei Monate in Barcelona zu leben und auch von dort aus zu arbeiten. Wäre ja im Prinzip das gleiche gewesen, wie hier, nur eben in einer anderen, sehr tollen Stadt. Aber dann kam eben Corona und, wie letztenendes bei jedem von uns, musste dann doch alles anders laufen.

Reisen, geschweige denn Reisen und Arbeiten, war in den letzten 1-2 Jahren ja mehr oder weniger nur in der Fantasie möglich. Als mich Kathi von Mindkraft dann bei einer unserer Weekly-Checkup-Sessions mal spontan fragte, ob ich nicht Lust hätte diesen Sommer gemeinsam eine kleine „Workation“ zu machen, war ich sofort Feuer und Flamme. Weil ich ja bis Dato auch nie dazu gekommen bin, die grandiose Idee von Reisen + Arbeiten, überhaupt mal für mich auszuprobieren.

Wir haben uns für einen kleinen Citytrip nach Budapest entschieden und uns ein Hostel mit Arbeitsplätzen gesucht. Jede von uns hat sich bereits vor Abreise überlegt welche Projekte und Aufgaben sie mit auf die Reise nehmen wollte. Dazu haben wir täglich fixierte Zeiten am Vormittag festgelegt, in denen wir arbeiten würden.

Ich muss jetzt zugeben: die Tasks, die ich mitgenommen habe, waren absichtlich keine großen und wir sind von Donnerstag bis Dienstag über’s Wochenende gefahren, sprich da wurde dann auch weniger gearbeitet. Aber für einen ersten Workation-Versuch war das in meinen Augen ein ziemlich guter Start.

Ich denke auch, dass man sich da langsam herantasten sollte und je öfter man es macht, desto routinierter wird man. Wir überlegen uns übrigens schon wohin wir nächstes Jahr für eine längere Workation verreisen könnten.

 

Du möchtest auch mal ausprobieren Arbeit und Reisen zu verbinden?
Dann hab ich hier noch ein paar Tipps zusammengefasst, die uns rückblickend geholfen haben:

  • Reise entweder alleine oder mit einer Person, die auch auf Reisen arbeiten möchte. Sonst wird’s wahrscheinlich eher schwierig mit den Tagesabläufen und damit, konsequent zu arbeiten.
  • die Tasks und Projekte für die Zeit vorher festzulegen war für mich auf jeden Fall sehr hilfreich
  • vordefinierte Arbeitszeiten (zum Beispiel nach dem Frühstück bis zum Mittagessen und am Nachmittag dann die Stadt erkunden) haben mir sehr geholfen beides unter einen Hut zu bekommen.
  • Wenn man länger als nur ein paar Tage in der Wahldestination bleibt, macht es wohl auch Sinn sich nach Coworking Spaces zu erkundigen, da ist dann ziemlich sicher alles vor Ort verfügbar. 

 

Das war’s also für mich soweit. Ein Update meinerseits dazu folgt nach der nächsten Workation, die dann wohl etwas länger ausfallen wird.